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Investmentfonds - die Qual der großen Auswahl

Wer Geld für seine Altersvorsorge anlegen will, kommt am Thema Investmentfonds kaum vorbei. Doch nicht zuletzt das große Angebot macht eine Auswahl schwierig. Worauf Fondskäufer achten sollten.

Fest- und Tagesgelder werfen wegen des aktuellen Niedrigzinsniveaus keine Rendite ab, der Goldpreis schwächelt bereits seit Wochen und Aktien steigen auf der anderen Seite so rasant, dass es vorsichtige Zeitgenossen schon beinahe skeptisch machen muss. Worin soll ich also zurzeit mein Geld investieren? Vor allem wenn ich langfristig für den Ruhestand vorsorgen will?

Diese Frage dürften sich im aktuellen Marktumfeld viele Menschen stellen. Und bei der Suche nach Antworten stoßen sie immer wieder auf den Rat, ihr Geld doch in einen Investmentfonds zu investieren. Die Argumentation ist ja auch schlüssig: Mit dem Kauf von Fondsanteilen überlassen Anleger einem professionellen Fondsmanager die Auswahl bei der Geldanlage. Dieser hat mehr Erfahrung und mehr Zeit als ein Laie, die Märkte zu beobachten, und kann die Chancen und Risiken von Anlageklassen, Branchen und Einzeltiteln daher auch fundierter einschätzen. So weit, so gut. Doch damit ist eine Frage noch nicht geklärt: In welchen Fonds genau sollte der Anleger investieren?

So ist Fonds nicht gleich Fonds. Gemein haben alle, dass sie das von ihnen verwaltete Vermögen in mehrere Anlagen investieren. Das ist schon allein im Sinne der Risikostreuung sinnvoll. Dann fangen aber auch schon die Unterschiede an. So gibt es Fonds, die ausschließlich in Aktien anlegen. Manche von ihnen, sogenannte Branchenfonds, haben sich dabei auf bestimmte Industrien spezialisiert und festgelegt. Andere fokussieren sich dagegen in Titel aus bestimmten Regionen, hier spricht man von Länderfonds. Rentenfonds wiederum nehmen nur Anleihen in ihr Portfolio auf. Zudem gibt es auch Mischfonds, also Fonds, die über die verschiedenen Anlageklassen hinweg anlegen. Oder aber Dachfonds: Sie investieren nicht in Aktien oder Anleihen, sondern in andere Fonds.

Doch selbst wenn sich der Anleger endlich für eine bestimmte Art von Fonds entschieden hat, steht er erneut vor der Wahl. So gibt es zumeist mehrere Anbieter, die ein ähnliches Produkt anbieten. Für die Auswahl kann dann etwa das Management eines Fonds eine wichtige Rolle spielen. Bei einem Manager, der über einen längeren Zeitraum bewiesen hat, dass er in verschiedenen Marktsituationen besonnen zu agieren weiß, stehen die Chancen nicht schlecht, dass er das auch künftig schaffen kann. Dennoch gilt grundsätzlich: Die Wertentwicklung  in der Vergangenheit ist keine Garantie für die Zukunft.

Wer sich zutraut sich ein eigenes Bild vom Markt zu machen, kann auch in sogenannte ETFs investieren, das sind Fonds, die einen Index, etwa den DAX, eins zu eins nachbilden. Da kein Fondsmanager die Auswahlentscheidungen trifft, liegen die Gebühren hier wesentlichen niedriger als bei einem aktiv gemanagten Fonds.

Man sieht jedenfalls, es gibt nahezu unzählige Möglichkeiten, sein Geld in Fonds zu investieren. Grundsätzlich ist auch sinnvoll mehrere Fonds in sein Portfolio aufzunehmen, gemäß dem bewährten Ratschlag, "nie alle Eier in einen Korb legen", sprich nie sein gesamtes Kapital auf ein Investment zu konzentrieren. Welcher Fonds aber genau zu Ihrem individuellen Anlagehorizont passt, sollten Sie mit einem professionellen Ruhestandsplaner besprechen. Er hat einen Überblick über das große Produktangebot und kann gemeinsam mit Ihnen den oder die perfekten Fonds für Ihre Altersvorsorge heraussuchen. Über die niedrigen Zinsen für Fest- oder Tagesgeld müssen Sie sich dann nicht mehr ärgern.

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